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ELBE
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Das legendäre Feuerschiff der Stürme |
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Am 22. April 1988 ging in der Elbmündung vor Cuxhaven die 172jährige Geschichte bemannter Feuerschiffe zu Ende. Diese wiesen als "schwimmende Leuchttürme" der internationalen Schifffahrt den sicheren Weg durch die Sandbänke in die Elbmündung oder nach See. Ähnlich wurden deutsche Feuerschiffe auf der Weser, in der Jademündung und der Deutschen Bucht oder in der Ostsee eingesetzt. Für die internationalen Gewässer galt ähnliches. Die Besatzungen
waren nicht nur notwendig, um die Feuerschiffe zu betreiben, sondern
sie halfen Menschen in Seenot oder holten über Funk Hilfe herbei, beobachteten
den Schiffsverkehr, Wind, Wasser und Wetter und gaben Meldungen weiter.
Ein Feuerschiff hatte seine Position unter allen Umständen ständig zu
halten. Siegfried Lenz
schrieb in seinem Buch "Das Feuerschiff": Das galt sicher
bis 1988. Später sollten die nautischen Aufgaben von unbemannten Feuerschiffen
weitergeführt werden. Diese fielen aber bereits nach einigen Jahren
der See zum Opfer und wurden über dies durch moderne Navigationstechniken
ganz überflüssig. Ob das auch für die Männer gilt, die einst für die
vielen anderen Aufgaben ihren Dienst taten, bleibt dahingestellt. Die "ELBE 1" ist nach ihrer Position so benannt. Ihr eigentlicher Schiffsname ist BÜRGERMEISTER O´SWALD. Am 27. Oktober
1936 kenterte in einem schweren Orkan auf seiner Position ein Feuerschiff
gleichen Namens und sank mit 15 Besatzungsmitgliedern, die an dieser
Stelle ihr Seemannsgrab fanden. Ein ähnliches Unglück ereignete sich
bereits am Zweiten Weihnachtstag 1824. Beim Untergang des Signalschiffes
"Seestern" fanden acht Besatzungsmitglieder und zwei Lotsen den Seemannstod. Dadurch unterscheidet sich das Cuxhavener Feuerschiff von vielen anderen Museumsschiffen. Es ist in der Lage, Fahrten zu maritimen Veranstaltungen in anderen Häfen zu unternehmen. Die dafür erforderliche ehrenamtliche Besatzung stellt der Feuerschiff-Verein Cuxhaven. An den Fahrten können Fahrgäste in begrenzter Zahl gegen Erstattung der Unkosten teilnehmen. Die Offiziersmesse, ein Traditionsraum, dient heute u.a. dem Cuxhavener Standesamt als Trauzimmer. Nach Voranmeldung beim Standesamt Cuxhaven können Brautpaare hier in den "Hafen der Ehe" einlaufen. Die ehemalige
Werkstatt des Schiffszimmermanns - das "Timmer-mannshok" - ist, zum
Teil seinem früherem Zweck angepasst - zu einem Begegnungsraum bei Veranstaltungen
hergerichtet worden. Hier finden bis zu 40 Personen Platz. Ähnliches
gilt auch für einen Teil des Bootsdecks, das durch Planen geschützt,
sommertags im Hafen und auf Reisen ca. 60 Personen in der maritimen
Bord-Atmosphäre Platz bietet - betreut durch die ELBE1-Crew. |
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